Gold mit dreifachem Kaufsignal

Schon allein aus charttechnischer Sicht ist Gold gerade im Moment sehr interessant. Gleich drei Indizien sprechen für weiter steigende Kurse:

1.) die Vollendung einer breiten, inversen Schulter-Kopf-Schulterformation. Der heutige sprunghafte Anstieg um 1 Prozent auf gegenwärtig US$1.264 könnte diese bullishe Formation vollenden.

2.) Je nachdem, wie man den seit Sommer letzten Jahres etablierten Abwärtstrend zeichnet, könnte der heutige Kurssprung, wenn er bis zum Abend nicht wieder in sich zusammenfällt, für den Bruch des Trends gesorgt haben.

3.) Die 50-Tagelinie durchschneidet von unten kommend die leicht steigende 200-Tagelinie

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Um die Nachhaltigkeit dieser Kaufsignale besser einschätzen zu können, lohnt sich der Blick auf drei weitere Schlüsselcharts.

I.) Der US-Dollar-Index befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Seit einiger Zeit schon diskutiert er die Marke bei 100 Punkten. Diese Diskussion hat die Form einer bullischen Flagge angenommen. Wird die Flagge nach oben hin aufgelöst, dürfte der Dollar auf neue Hochs marschieren. Beflügelt werde könnte der Dollar vor allem durch die Schwäche des Euro, die vermutlich der Unsicherheit über den Ausgang der bevorstehenden Wahlen in Frankreich geschuldet ist.

II.) Die Renditen für die 10-jährigen US-Staatsanleihen befinden sich ebenfalls nach wie vor im Aufwärtstrend. Das gegenwärtige Pendeln der Rendite zwischen 2,30 und 2,65 Prozent kann als Konsolidierung nach der Trump-Rallye interpretiert werden, solange die Unterstützung bei 2,30 Prozent hält. Je länger sie hält, desto wahrscheinlicher wird ein erneuter Anstieg auf den extrem wichtigen Widerstand bei 2,65 Prozent. Würde dieser überschritten, könnte es zu einer historischen Trendwende am Bondmarkt mit sprunghaft weiter steigenden Zinsen kommen.

III.) Die Trump-Rallye im S&P 500 ist im Moment zum Erliegen gekommen. Der sehr steile Aufwärtstrend, der sich seit November etabliert hatte, wurde unterschritten. Im Moment gleitet der Markt fast bewegungslos auf dem Rücken der 50-Tagelinie. Innerhalb dieser Bewegung scheint sich eine bearische Flagge gebildet zu haben. Löst sich diese nach unten auf, könnte der Leitindex sehr schnell fallen.

 

Gold als sicherer Hafen ist alternativlos

Ein steigender US-Dollar und steigende Zinsen sind doch gar nicht gut für Gold. Warum sollte ein Kaufsignal bei Gold also nachhaltig sein?

Weil im Moment gleich mehrere gigantische Blasen zu platzen drohen.

An der NYSE haben die Margin Debt, also die Aktienkäufe auf Kredit, im Februar bei US$528 Mrd. ein neues Allzeithoch markiert. Wer auf Aktien spekuliert, setzt längst nicht mehr auf wachsende Unternehmensgewinne, sondern darauf, dass die Kurse schneller steigen werden, als sich die Kreditkonditionen für Spekulationen durch den steigenden US-Dollar und die steigenden Zinsen verschlechtern. Der Markt glaubt, dass das Fed den Leitzins in diesem Jahr noch zwei bis auf 1,50 Prozent erhöhen wird. Und er scheint zu glauben, dass die Kreditströme durch die extreme Geldpolitik der EZB und der Bank of Japan aufrechterhalten bleiben. Doch das könnte sich als Irrtum erweisen, denn die US-Inflationsraten steigen dynamsich an, so dass das Fed schneller als gedacht reagieren muss.

US-Inflationsrate. Quelle: tradingeconomics.com

 

Auch bei den Zinsen am langen Ende überraschte das Fed mit der Ankündigung, schon in diesem Jahr, und nicht erst 2018, wie die meisten Marktteilnehmer glaubten, Anleihen aus seiner auf US$4,45 Billionen aufgeblähten Bilanz zu verkaufen. Durch den Verkauf von Staatsanleihen werden auch die langfristigen Zinsen weiter steigen. Und schließlich warnte das Fed, die Aktienmärkte stünden ziemlich hoch. Mit anderen Worten: Es könnte zu abrupten Kursrückschlägen kommen.

Ein historsiches Jahr für Gold

Steigende Zinsen bringen Kreditblasen zum Platzen. Das gilt auch für die Kreditblase am US-Häusermarkt, am Auto-Markt und am Markt für Ausbildungskredite, die alle drei akut gefährdet sind. Diese Kombination aus den verschiedensten Gefahren, die sich alle durch die Zinspolitik des Fed verschärfen werden, dürften Gold als sicheren Hafen kurzfristig – trotz steigendem Dollar und steigender Zinsen – weiter beflügeln.

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